Wechseljahre

1Antworten
Babette
3. Juli 2019

Hallo liebe Alexandra

Ich bin seit ein paar Jahren so richtig brav im Wechsel und ich möchte behaupten, dass sich nicht nur der Hormonhaushalt wechselt, sondern die ganze Person. Ich hatte mein bisheriges Leben lang nie Probleme mit der Leber und der Galle (zumindest wusste man nichts davon), doch seit einem Jahr ist es mehr oder weniger aktuell. Der Arzt sagt, dass dies vermehrt in den Wechseljahren auftritt. Das kann zwar sein, hilft aber nicht viel. So bin ich seit zwei Wochen dran und führe jeden Tag mindestens eine Entgiftungsmaßnahme durch. Entweder ein Fußbad, Leberwickel oder Einlauf. Das mit den Vollbädern erweist sich als schwierig, da wir keine Badewanne haben.

Körperlich geht es mir besser. So richtige Hitzewallungen habe ich nur noch sehr selten und wenn dann nur Nachts, was dann zu eklatanten Schlafstörungen führt. Am Morgen erfrischt aufwachen ist eine absolute Seltenheit geworden. Da ich jedoch freischaffende Künstlerin bin, ist das nicht weiter wild. Was mir jedoch schwer zu schaffen macht, sind die Stimmungsschwankungen. Ich bin die ganze Zeit am Jammern und habe das Gefühl nochmals durch die Schattenseiten meiner Kindheit zu wandern. Ich kenne Stimmungsschwankungen bereits aus den Wechseljahren, doch dass sie so intensiv sind, das sie jeden Tag immer wieder zum Tagesthema werden, das sie mich derart lähmen und mich derart knechten, das ist neu. Ich kenne mich selbst nicht mehr und kann mich so auch nicht ausstehen. Da ist nichts von der fröhlichen, optimistischen und eloquenten Frau übrig, nur noch Schwere, Trägheit, Weinerlichkeit. Kann das sein, dass dies mit dem Reinigungsprozess zu tun hat? Das würde ich mir fast wünschen, denn dann hätte ich die Hoffnung, dass sich dies bald wieder legen würde.

Herzlichen Dank für die Antwort und noch eine schöne Zeit.

Alles Liebe, Babette

Ein Kommentar

  1. Liebe Babette, danke für deine interessante Anfrage, die sicher auch anderen weiterhilft.
    Ja, ich bin mir sogar recht sicher, dass das Anzeichen für die stattfindende Entgiftung ist. Du merkst ja bereits, dass sich Veränderungen zeigen und das ist großartig. Wenn du mit Aufräumen anfängst, zeigt sich alles, was auch in Ordnung gebracht werden will.
    Und weißt du, wie du diese Phase leichter und wahrscheinlich auch schneller hinter dich bringst: Leg deinen Widerstand nieder.
    Es ist ok, dass es ist, wie es ist. Erlaub dir das jammern, freu dich, dass dein System in Veränderung begriffen ist und sei neugierig, was als nächstes passiert. Wir dürfen lernen, die Kontrolle abzugeben, nicht immer aus der Position zu kommen, das darf, das geht aber nun gar nicht usw..
    Wenn alles sein darf sind wir frei und die Phasen, die gerade dran sind können auch wieder vorbeigehen. Nur durch unseren Widerstand bleiben wir hängen, so wie wir vielleicht auch bei Tisch sitzen bleiben mussten, wenn wir nicht essen wollten.
    Verstehst du, was ich meine? Alles Liebe!

    von Alexandra Stross am 3. Juli 2019

Schreib auch einen Kommentar

© 2019 Alexandra Stross · Impressum · Datenschutz · Disclaimer · AGB · Kontakt · Books & More

Trag dich hier für Updates ein

und hol dir ein kostenloses Kapitel aus meinem Buch „Hör auf deinen Körper und werde gesund“

 

 

Mit dem Absenden des Newsletter-Formulars bestätige ich die aktuelle Datenschutzerklärung. Der Newsletter ist kostenlos, kann jederzeit abbestellt werden und kann themenbezogene Verkaufsangebote sowie Buchempfehlungen enthalten.