Bist du wirklich ehrlich? Dein Körper zeigt es dir.

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Die Beziehungsexpertin Kendra Gettel hat zu einer Blogparade mit dem wunderbaren Titel „Heilende Ehrlichkeit“ eingeladen. Hier der Link zu ihrer Website: http://kendragettel.de
Sie spielt darauf an, dass Ehrlichkeit Beziehungen heilen kann, doch ich bin sicher, sie kann noch viel mehr.
Ehrlichkeit ist im wahrsten Sinne des Wortes heilsam für deinen Körper und Unehrlichkeit schlägt sich über kurz oder lang in gesundheitlichen Problemen nieder.
„Wenn der Mund nicht spricht, spricht der Körper“, so lautet ein geflügeltes Sprichwort.

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Was ist genau damit gemeint?

Was ist überhaupt Ehrlichkeit?

Und ist sie wirklich immer gut? Kann sie nicht auch verletzten?

Wie denkst du darüber?

Die meisten Menschen verstehen wohl unter Ehrlichkeit, dass jemand andere nicht belügt.
Aber kennst du nicht auch die Situation, dass dir jemand etwas erzählt was sich vielleicht gar nicht schlecht anhört, aber du weißt trotzdem irgendwie, da stimmt etwas nicht?
Ich erlebe Derartiges relativ oft mit meinen Klienten.

Maria erklärte mir neulich, dass ihr 18 jähriger Sohn Max immer so viel Pech habe. Vor zwei Jahren hatte er die Schule abgebrochen, weil er lieber eine Lehre machen wollte, doch die war dann auch nicht das Richtige und seitdem kam immer etwas dazwischen, wenn er wieder einen Anlauf startete, etwas Sinnvolles aus seinem Leben zu machen.
Maria tat ihr Möglichstes, um sein „Pech“ abzufangen. Sie kümmerte sich um all seine Belange, finanzierte ihn komplett und kämpfte selbst nicht nur mit finanziellen Problemen, sondern auch mit einem hässlichen und schmerzhaften Hautausschlag und der emotionalen Verletzung, dass sie sich an allen Fronten umsonst zu bemühen schien.

Doch das sagte sie nicht. Nicht, weil sie mir gegenüber unehrlich sein wollte. Sie konnte und wollte es nicht so sehen. Wenn sie es sich eingestanden hätte, wäre sie gezwungen gewesen, Konsequenzen zu ziehen.
Die Haut ist unsere Grenze nach außen. Dass sie bei Maria nicht intakt war, zeigte deutlich, dass da etwas war, was ihre urpersönlichen Grenzen im übertragenen Sinn schmerzhaft verletzte.
Weil sie es nicht wahrnehmen konnte, versuchte ihr Körper ihr zu helfen und sie deutlicher darauf aufmerksam zu machen.
Nicht als Strafe, sondern als Hilfe.

Ganz ähnlich war es bei Sandra. Im Bereich ihrer weiblichen Geschlechtsorgane lag ziemlich vieles im Argen. Sie hatte Regelschmerzen, starke Blutungen und regelmäßig schlimme Scheidenentzündungen, die sich oft auch auf die Blase ausbreiteten. Seit Monaten hatte sie deswegen keinen Sex mit ihrem Mann gehabt. Als sie mir von ihrer harmonischen Ehe und ihrem verständnisvollen Gatten erzählte, hatte ich ein komisches Gefühl. Irgendetwas stimmte da nicht.

Schließlich fand ich heraus, dass Sandra die Beziehung mit ihrem Mann Bernhard eingegangen war, nachdem sie von einem anderen Mann, in den sie sehr verliebt gewesen war, schwer verletzt worden war. Bernhard war ein langjähriger guter Freund gewesen, der ihr in der schweren Zeit zur Seite gestanden war. Sie war ihm dankbar und hätte ihn um nichts in der Welt verletzen wollen. Inzwischen hatten sie zwei Kinder und er war ein traumhafter Vater. Und trotzdem hatte sie ihm gegenüber nie die sexuelle Anziehung empfunden, die sie von ihrem Expartner kannte.
Mit ihren Beschwerden hielt sie ihn sich unbewusst vom Leibe.

Ja, Ehrlichkeit kann sehr verletzend sein.

Und hier spreche ich gar nicht davon, einen anderen Menschen zu verletzen. Es ist allein schon sehr oft schmerzhaft, die eigenen Gefühle und Gedanken anzuerkennen.
Sandra weinte hemmungslos als sie sich eingestand, dass sie nicht mit ihrem Mann schlafen wollte.
Viel lieber hätte sie ihn einfach genauso begehrt wie er sie.
Ebenso war es für Maria ein riesiger Schock, als sie sich bewusst machte, dass ihr Sohn sie zum Narren hielt und sie ihm gar nicht wirklich weiterhalf mit ihrem Verhalten.

Doch auch wenn es schmerzt, diese Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist der erste und wichtigste Schritt zur Heilung.

Bei beiden begannen danach die Symptome umgehend besser zu werden, noch bevor tatsächlich praktische Schritte gesetzt wurden.

Doch wie geht es nach diesem ersten Schritt dann weiter? Muss man es auch dem anderen sagen und auch ihn oder sie tief verletzen?

Diese Frage lässt sich nicht generalisiert beantworten. Manchmal wird es notwendig sein, sehr oft auch nicht. Wichtig ist in jedem Fall, sich bewusst zu machen, was erreicht werden soll.

Sandra war klar, dass sie ihre Ehe unbedingt erhalten wollte. Ihren Mann damit zu konfrontieren, dass er eigentlich nicht „der Richtige“ war, wäre hierfür nicht förderlich gewesen.
Sie wählte für sich den Weg, stattdessen daran zu arbeiten, ihn stärker zu begehren. Das klingt komisch, funktioniert aber.
Gefühle entstehen aus immer wieder kehrenden Gedanken und Sandra stellte schnell fest, dass sie Bernhard gedanklich oft niedermachte. Wenn sie ihn ansah, stach ihr gleich der kleine Bauchansatz ins Auge und warum hatte er nur gar so viele Brusthaare?
Sie übte, diese Gedanken durch andere zu ersetzen, denn natürlich gab es auch ganz viel Schönes an Bernhard. Und sie hörte auf, darauf zu warten, dass er sie verführte und dabei alles exakt richtig machte. Stattdessen ging sie auf ihn zu, zeigte ihm wie sie berührt werden wollte und machte die Entdeckung, dass sehr oft auch dann lustvolle Begegnungen entstanden wenn sie zunächst überhaupt keine Lust empfand.
Der Appetit kommt schließlich auch oft beim Essen.

Maria beschloss für sich, dass es ihr helfen würde, ihrem Sohn zu erklären wie sie weitermachen wollte. Ihr Beispiel zeigte dann aber, dass Worte ihr Ziel ohnehin sehr oft verfehlen.
In dem klärenden Gespräch um das sie ihn bat, spürte sie, dass er gar nicht richtig zuhörte und sie nicht ernst nahm. Erst ihr im Anschluss daran verändertes Verhalten bewirkte, dass er wohl oder übel selbst die Verantwortung für sein Leben übernehmen musste.

Ehrlichkeit drückt sich also bei weitem nicht nur in Worten aus, sondern vor allem in Taten.

Und sie hat sehr viel mit Authentizität zu tun. Richtig ehrlich ist für mich nur, was tatsächlich auch gelebt wird. Und zu leben was man ist und was man sein will, ist für mich der einzige Weg, gesund zu bleiben oder auch zu werden.

Wenn du dir schwer tust, die Botschaften deines Körpers zu verstehen oder du eine konkrete Strategie brauchst, um umzusetzen was er dir sagt kannst du auf dieser Seite gerne ein Impulsgespräch mit mir oder ein kostenloses Kennenlerngespräch mit meiner Assistentin Ursula Winkler vereinbaren um zu erfahren, wie meine Herangehensweise an deine  Problematik wäre.

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13 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. sehr schöner artikel.
    gruß liane

  2. Liebe Alexandra!
    Ein wunderbarer Artikel 😉
    Die Wahrheit ist jedem zumutbar, die beste Übung, ehrlich zu sich selbst zu sein … genau wie du schreibst, muss nicht zwingend danach viel im Außen kommuniziert werden . die Sicht der Dinge, die eigene Perspektive ändert sich.
    2 tolle Beispiele hast du geschildert, danke für den Einblick.
    Herzliche Grüße
    Katharina

  3. Liebe Alexandra, du bringst es immer wieder so grossartig auf den Punkt. Genau so ist es und so funktioniert es. Unser Körper ist ein genialer Barometer für unsere Seelenwelt und Geisteshaltung gegenüber den Dingen, Menschen, Einstellungen, usw….. ich liebe deine lebendige Ausdrucksweise, die es so sichtbar und deutlich macht. Ehrlich zu sich selbst zu sein ist wohl das grösste Geschenk das man sich selbst machen kann und der Welt schenken kann, ganz zu Schweigen von der inneren Freiheit die es mit sich bringt.
    Stefanie

  4. „Hör auf, Dich selbst zu belügen!“
    Damit fängt Heilung an.

    Toller Artikel Alexandra
    LG David

  5. Liebe Alexandra,

    das Schwerste ist tatsächlich, sich alles selbst einzugestehen. Ich arbeite jetzt schon seit vielen Jahren ähnlich wie du, aber ich habe neulich fast einen gesamten Tag mit Nierenschmerzen verbracht. Innerlich gejammert, „autsch das tut so weh“ bis ich endlich auf die Idee gekommen bin, mal nachzuforschen, WARUM ich diese Schmerzen hatte. Dass diese Schmerzen mit einer Angst zu tun hatten. Nachdem ich sie mir eingestanden habe, gingen dann die Schmerzen langsam zurück. So einfach….
    herzliche Grüße
    Barbara

  6. Liebe Alexandra,
    wieder ein großartiger Artikel, der auch ganz klar den Wert deiner Arbeit aufzeigt. Nicht Symptome abzudecken, sondern wirklich hinschauen was ist, auch wenn es unbequem und schmerzhaft ist.

    Vielen lieben Dank

    Birgit

  7. von Heidi

    Hey Alexandra,
    wenn ich das Bsp mit den Nierenschmerzen lese, denke ich auch daran, dass ich durch wiederholte Blasenentzündungen immer wieder auf das Thema des nicht Los Lassen könnens hingewiesen wurde.
    Und es war wirklich so schmerzhaft.
    Und ich wusste dabei, dass es darum ging zu verarbeiten, was meine „Trennung oder Beziehung im Wartemodus“ mit meinem Körper angestellt hatte.

    Heute weiß ich, dass ich mir das nie wieder antue.
    Und wie wichtig ich mir selbst geworden bin.
    Was ich mir Wert bin – ist glücklich, frei und lebendig zu sein.

    Viel Spaß noch bei weiteren Artikeln.
    Liebe Grüße!
    Heidi

    • Danke für deine offene Schilderung. Daraus kann mehr sehr Vieles schön herauslesen. Erstens, dass die Niere nicht nur fürs Loslassen, sondern in erster Linie für Partnerschaft und Beziehung steht, in diesem Fall also in Kombination. Und zweitens, dass auch wenn etwas sehr schmerzhaft ist, es immer auch große Vorteile mit sich bringt. Ich freue mich sehr, dass du deinen Wert gesehen hast. Alles Liebe für dich!!

  8. Liebe Alexandra
    Wirklich ein toller Artikel. Vielen Dank.
    Herzensgrüsse
    Irmgard Krebser

  9. von Dagmar

    Liebe Alexandra,
    ein toller Artikel… Ich frage mich jetzt: Ich habe MS und damit verbunden Probleme mit dem Gehen… Soll ich hieraus schließen, das ich so nicht mehr vor dem Leben und den damit verbundenen Problemen weglaufen kann…? Ich habe auf jeden Fall in der letzten Zeit so viel entrümpelt, das ich viele Sachen jetzt schon klarer sehen kann..
    Liebe Grüße
    Dagmar

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