Nahrungsmittelunverträglichkeiten nachhaltig loswerden

Es gibt in diesen Zeiten immer weniger Menschen, die wirklich alles problemlos essen können. Sogenannte Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind extrem verbreitet, bei denen die Betroffenen nach dem Essen bestimmter Lebensmittel von Blähungen und Bauchschmerzen geplagt werden, die teilweise recht heftig ausfallen und von Kreislaufstörungen und anderen unangenehmen Beschwerden begleitet sein können.  Manchmal führen sie sogar dazu, dass im Laufe der Zeit ein massiver Gewichtsverlust eintritt. Die häufigsten davon sind wohl die Fructose- und die Lactoseintoleranz, die Histaminintoleranz und die Glutenunverträglichkeit. Was es auch ist, die Ursache ist aus meiner Sicht stets die gleiche.

Gluten zum Beispiel ist das sogenannte Klebereinweiß in vielen Getreidesorten. Am meisten davon ist im Weizen enthalten, doch man findet es auch in Dinkel, Roggen, Hafer, Gerste, Kamut und Einkorn. Dieser Stoff ist dafür verantwortlich, dass der Teig beim Backen zusammenhält, doch unser Körper kann ihn nicht richtig verdauen. Eine Unverträglichkeit kann in weiterer Folge zu einer Zöliakie werden, bei der es zu einer massiven Zerstörung der Darmzellen kommt. Die Entstehung der Symptomatik wird in der Regel so erklärt, dass der Kleber nicht vollständig in Aminosäuren zerlegt wird, sondern Eiweißbruchstücke im Darm verbleiben, die die Schleimhaut verkleben. Dadurch können die Zellen nicht mehr richtig aneinanderhaften und klaffen auseinander. Es entstehen Spalten in der Schleimhaut und man spricht von einem Leaky Gut Syndrom, was auf Deutsch so viel wie „löchriger Darm“ bedeutet.

Nach meiner Erfahrung hat jedoch jede Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit die wichtige Grundvoraussetzung, dass die Darmflora nicht mehr in Ordnung ist, denn ich stelle fest, dass meine Klienten nach einer gründlichen Darmsanierung wieder alles beschwerdefrei essen können.

Was meist nicht erwähnt wird, Klebereiweiß hin oder her,  die gesunde Darmflora sorgt dafür, dass die Darmzellen, die die Schleimhaut bilden, untereinander fest verbunden sind. Zwischen den einzelnen Zellen gibt es Querverbindungen, sogenannte „tight junctions“. Über den Darmzellen ist eine Schleimschicht, die die Schleimhaut schützt und in der die Darmflora beheimatet ist. Die Bakterien wiederum produzieren Buttersäure, die die Darmzellen ernähren, und sie erinnern die Zellen immer daran, neuen Schleim zu produzieren. Außerdem produzieren die Bakterien wichtige Vitamine wie das Vitamin H, Vitamin K für die Blutgerinnung und den Knochenaufbau, Folsäure  und Vitamin B 12.
Wenn es keine gesunde Darmflora gibt, herrscht ein Mangel an all diesen Vitaminen, und zusätzlich gibt es für die Darmzellen keine Buttersäure, sie leiden also Hunger. Dadurch öffnen sich die Tight junctions, die die Zellen verbinden, die Schleimhaut wird löchrig und es gelangen Stoffe in tiefere Schleimhautschichten, vielleicht sogar direkt ins Blut, die dort gar nicht hinsollen.
Heftige Reaktionen auf diverse Nahrungsmittel sind die Folge.

Welche Lebensmittel nicht vertragen werden, ist individuell stark unterschiedlich. In der Regel sind es genau die, die der Betroffene sehr gerne mag.

In der Zeit, als ich noch mit meinen Darm- und Herzbeschwerden kämpfte und fast nichts von dem, was ich aß, länger als eine halbe Stunde ohne Krämpfe und Durchfall in mir behalten konnte, besuchte ich eine Ärztin, die austestete, was ich nicht vertrug. Ich war sehr traurig darüber, als sich herausstellte, dass ich eigentlich nichts mehr von dem essen sollte, was mir schmeckte. Heute weiß ich, dass das völlig normal ist. Wer zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten neigt, weil die Darmflora nicht mehr in Ordnung ist, wird immer zuerst auf das reagieren, was er am häufigsten isst, und das wird logischerweise das sein, was er am liebsten mag.

Wenn man diese Lebensmittel solange meidet, bis man sich nach einer Reinigung, inklusive Wiederaufbau einer gesunden Keimbesiedelung, wieder stabil fühlt, kann man dann langsam und in ganz kleinen Portionen beginnen, auch das wieder zu essen, was man vorher nicht vertragen hat. Eine solche Sanierung kann – je nach Schweregrad – bis zu einem Jahr dauern, wobei man während dieser Zeit jedoch eine kontinuierliche Verbesserung bemerken wird. Es ist bei weitem nicht so schlimm, wie es sich zunächst anhören mag. Viele meiner Klienten leben schon viele Jahre mit schlimmen Beschwerden und nehmen für eine nachhaltige Heilung gerne in Kauf, ein paar Monate konsequent dranzubleiben. Es dauert eben ein wenig länger, wenn man nicht zur Chemie greift, sondern ganz natürliche Methoden einsetzt, dafür eröffnet man aber garantiert keine neuen Baustellen, sondern tut etwas Heilsames für das gesamte System. Sogar die Seele profitiert, weil es einfach befreit, alten Dreck loszulassen. Das Beste daran ist mit Sicherheit, dass du damit etwas an der Hand haben wirst, mit der du dir in vielen Lebenssituationen selbst schnell und kostenlos helfen kannst. In meinem Buch „Natürliches Entgiften – Freiheit für Körper, Geist und Seele“ kannst du mehr darüber lesen.

Eine dauerhafte Meidung der entsprechenden Lebensmittel alleine führt nach meiner Erfahrung lediglich dazu, dass immer weniger vertragen wird.

Die Ursache, nämlich die völlig entgleiste Darmflora – bleibt dadurch ja unberührt. Viele meiner Klienten haben vor der Darmreinigung genau das gleiche erlebt wie ich damals. Zunächst verträgt man nur ein, zwei Dinge nicht und der Verzicht fällt nicht allzu schwer. Nach einigen Jahren bleibt jedoch kaum noch etwas über, was man ohne Reue genießen kann.

Doch noch einmal zurück zum Gluten. Es stellt sich nämlich durchaus die Frage, warum heutzutage eigentlich jeder jemanden mit einer solchen Unverträglichkeit kennt, während dieses Phänomen vor etwa dreißig Jahren noch völlig unbekannt war. Das liegt einerseits daran, dass – entsprechend den Interessen der Backwarenindustrie – in den letzten Jahrzehnten sukzessive durch Gentechnik und Zuchtauswahl das Klebereiweiß vermehrt wurde. Andererseits ernähren wir uns sukzessive immer ungesünder und einseitiger, sodass einfach viele Faktoren zusammenkommen, die sehr negativ auf die Darmgesundheit einwirken. Ich rate deswegen dazu, gerade beim Getreide die Sorten abzuwechseln und gerne auch zu den ganz glutenfreien Vertretern Quinoa, Amaranth, Hirse, Buchweizen sowie Esskastanien und deren Mehlen zu greifen. Auf diese Art wird der Einseitigkeit vorgebeugt.
Weil es vor allem immer schwieriger wird, ein ausgewogenes Verhältnis an gesunden Mikroorganismen im Darm zu beherbergen, widme ich diesem wichtigen Thema ein eigenes Kapitel in meinem Buch „Natürliche Nährstoffversorgung – Was der Körper wirklich braucht“. Hier findest du einen Artikel über dieses Thema .

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