Grippezeit: Symptome heilen

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Bildquelle: Rainer Sturm, pixelio.de

Das, was mir im Leben am meisten Spaß macht, ist es, den Menschen ein besseres Verhältnis zu ihrem Körper zu vermitteln. Mein Beruf bedingt es, dass ich mit Leuten zu tun habe, die sich aufgrund körperlicher Beschwerden ausgebremst und unfrei fühlen und ihren Körper deswegen wie einen Feind wahrnehmen.
Das macht Heilung erstens besonders schwierig und zweitens ist das eine völlig falsche Sichtweise, die nur entstanden ist, weil bestimmte Industriezweige ein finanzielles Interesse daran haben.

Weil das Thema jetzt in der Grippezeit besonders aktuell ist, möchte ich euch gerne meine – etwas andere – Sicht auf die Dinge anbieten. Ich schicke voraus, dass ich als studierte Schulmedizinerin sehr wohl weiß, dass das Folgende nicht der allgemeinen universitären Lehrmeinung entspricht. Weiters halte ich fest, dass ich mich nicht auf Grundsatzdiskussionen diesbezüglich einlasse. Ich äußere lediglich meine Meinung. Wenn sie dir plausibel erscheint, mach was draus, ansonsten clicke einfach weg.

Den Titel für diesen Artikel habe ich bewusst gewählt, weil mir die Zweideutigkeit gefallen hat.
Man kann ihn so interpretieren, dass hier beschrieben werden soll, wie man Symptome heilt. Das ist auch tatsächlich einer der Aspekte.
Was ich damit aber auch deutlich machen möchte ist, dass das Symptom selbst es ist, das dich heilt.

Wir haben alle gelernt, dass wenn wir krank sind, irgendetwas schief läuft. Wir gehen zum Arzt mit dem Gedanken, dass er Maßnahmen einleiten soll, damit der Körper mit diesem Unfug aufhört und wieder normal arbeitet.
Ich bin mir jedoch sicher, dass genau das, was wir als störend wahrnehmen und schnellstmöglich beseitigen wollen, eine ganz wichtige und dringend nötige Regulationsregulation ist, die man keinesfalls unterdrücken sollte.
Dein Körper als ein Stück Natur macht nur sinnvolle Dinge. Wenn er etwas tut, was für dich unangenehm ist, macht er es, weil er damit entstandene Schäden reparieren möchte.

Noch einmal in anderen Worten: das Symptom ist keine Störung, sondern eine Reparatur.

Hattest du schon einmal einen schmerzhaften Muskelkater?
Du hattest ihn nicht, als du deinen Muskel überanstrengt hast, ihm womöglich sogar kleine Verletzungen zugefügt hast.
Du hattest ihn erst am nächsten Tag, als die Anstrengung vorbei war und dein Körper die Zeit hatte, den entstandenen Schaden zu reparieren. Die Reparatur war für dich schmerzhaft, nicht der erlittene Schaden.

Oder kennst du das Phänomen, das viele Leute im Urlaub krank werden, ständig erkältet sind, nachdem sie zu rauchen aufgehört haben oder kurz nach der Pensionierung einen Herzinfarkt bekommen haben?
Hier gilt das gleiche. Erst wenn der Stress nachlässt, kann der Körper reparieren. Das Symptom ist die Reparatur und wenn das Symptom einfach unterdrückt wird, kann keine Heilung erfolgen.
Und ja, es kommt vor, dass die Reparatur nicht überlebt wird, weil der davor aufgelaufene Schaden zu groß ist. Dann handelt es sich eben um einen Reparaturversuch der nicht gelungen ist, aber immer noch läuft nichts schief bei dem, was passiert.

Evolutionsbiologisch sind diese Zusammenhänge für das Überleben der Menschheit verantwortlich. Unser Körper ist darauf programmiert, unter Stress zu funktionieren, selbst dann, wenn dabei Schäden entstehen. Früher hat Stress bedeutet, jagen zu müssen um essen zu können oder das Revier zu verteidigen.
Wenn der Bär vor mir steht, kann ich mir nicht in die Hosen machen, das würde meinen sofortigen Tod bedeuten, aber wenn er um die Kurve gebogen ist und ich alles überstanden habe, kann es sein, dass ich mir einen Busch suchen gehe.
Je länger ich unter negativem Stress stehe, umso gravierendere Symptome riskiere ich später zu bekommen.

Was bedeutet das nun konkret?

Egal worunter du leidest, jede Krankheit ist ein Versuch deines Körpers, die Gesundheit wieder herzustellen.

Bewahre dir ein liebevolles Verhältnis deinem Körper gegenüber. Wisse, dass er nie Unfug treibt, sondern dass er nur versucht, die Folgen von dem Stress, den du dir zugemutet hast, wieder auszugleichen.

Unterstütze den Körper bei seinen Vorhaben. Sehr oft möchte er sich zum Beispiel reinigen. Gerade bei einer Grippe oder bei anderen Infektionskrankheiten, wirft er aus verschiedenen Öffnungen Stoffwechselabfälle, abgestorbene Zellen und abgestorbene Erreger heraus.
Unterstütze seine Reinigung durch Trinken, basische Anwendungen und Wassereinläufe. Du bist dann sehr schnell wieder gesund, ohne wichtige Ausscheidungsmechanismen einfach unterdrückt zu haben.

Achte vorbeugend darauf, dich nicht über längere Zeitstrecken negativem Stress auszusetzen. Stelle dich deinen Konflikten und verändere entweder die äußeren Umstände, die dich stören oder aber deine innere Einstellung dazu. Lass dich gegebenenfalls dabei begleiten. Es geht nichts über einen guten Coach.

Reinige dich regelmäßig von innen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der inneren Körperreinigung wie z.B. basische Bäder, Einläufe, Darmreinigungskuren, Leberreinigungen etc.

Sollte auch dich gerade die Grippe erwischt haben, wünsche ich dir von Herzen gute Besserung!!!

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4 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Einfach nur klasse, vielen lieben Dank für diesen schönen Artikel liebe Alexandra.
    Es wird wirklich Zeit, dass immer mehr Menschen das begreifen. Du hast es wirklich so schön auf den Punkt gebracht durch deine Beschreibung. Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Vielen herzlichen Dank und liebe Grüße
    Barbara

  2. Hallo!

    Ein sehr interessanter Blogartikel, du hast ein Talent, mit einfach klaren Worten einen schwierigen Sachverhalt zu erklären!
    Ich bin schon lange in der Medizin tätig und konnte in diesem Wissenschaftsgebiet einen Paradigmenwechsel wahrnehmen. Es hat eine Wendung weg von der klassischen Schulmedizin mit der reinen Symptombehandlung hin zu einem ganzheitlicheren Ansatz stattgefunden. Heute steht das bio-psycho-soziale Modell im Mittelpunkt, welches des Mensches als Ganzes in Kombination mit seiner Umwelt beachtet und ursachenorientiert arbeitet.

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