Symptome: Schicksal oder Verantwortung? Bist du selbst schuld, wenn du krank bist?

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So ziemlich einer der häufigsten Vorwürfe den man als Vertreterin alternativer Behandlungsmethoden aus dem klassischen Lager bekommt, ist wohl sinngemäß der, man würde den Kranken die Schuld für ihren Zustand in die Schuhe schieben. Als hätten die Armen nicht schon genug zu knabbern.

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Erst kürzlich bin ich wieder massiv angegriffen worden, wie das denn dann mit kleinen Kindern wäre, ob die sich das auch so ausgesucht hätten wenn sie missbraucht werden und ob ich immer noch so reden würde, wenn ich einmal vergewaltigt werde. Und, und, und.

Ja, das Thema erhitzt die Gemüter.

Zunächst einmal ist zu sagen, dass ein riesiger Industriezweig darauf aufbaut, dass wir gelernt haben, die Verantwortung für unsere Gesundheit komplett abzugeben und dass es allein schon deswegen verteufelt wird, wenn das böse Wort in diesem Zusammenhang überhaupt ausgesprochen wird.

Bevor ich mich weiter dazu äußere, möchte ich auch vorausschicken, dass ich mir nicht einbilde, hier die absolute Wahrheit zu verbreiten. Was ich in meinem Blog schreibe, ist Großteils nicht wissenschaftlich bewiesen, widerspricht sogar in vielem der wissenschaftlichen Lehrmeinung. Ich hätte mich von der klassischen Medizin ja nicht abwenden müssen, wenn ich mich darin wiedergefunden hätte.
Immer wieder drücke ich aus, dass ich niemanden von irgendetwas überzeugen möchte, sondern lediglich meine Meinung und meine Erfahrungen hier anbiete. Jeder ist herzlich eingeladen, sich seine eigene Meinung zu bilden.

Mein eigenes Leben war durchaus auch nicht immer nur rosarot und ganz im Gegenteil sind die Menschen, die meine Meinung teilen, nicht diejenigen, die kein Leid kennen, sondern die, die durch das Einnehmen dieser Haltung dem Leid entkommen konnten. So auch ich.
Eigentlich unnütz zu erwähnen, aber wenn dir nicht gefällt, was du hier zu lesen bekommst, bist du mit einem Click weg.

Natürlich gibt es Leid, das mich tief erschüttert und das ich weder zu erklären vermag, noch mir herausnehme, das zu tun.

Ich habe mich lediglich dazu entschieden daran zu glauben, dass das Leben gerecht ist und wir  einfach als Menschen oft die großen Zusammenhänge nicht erkennen können. Das kann ich nicht beweisen, aber es geht mir besser damit, es so zu sehen. Außerdem wächst so die Wahrscheinlichkeit eklatant, dass sich das, was ich mir vorstelle, in meinem Leben tatsächlich bewahrheiten wird.

Und wie oft warst du selbst in tiefem Leid gefangen, das sich im Nachhinein als Segen herausgestellt hat?

Der zweite ganz wichtige Punkt ist, dass es einen riesigen Unterschied gibt, zwischen Schuld und Verantwortung.

Das Wort Schuld ist stark negativ behaftet und impliziert, dass hier jemand etwas falsch gemacht hat.
Übernehme ich aber für etwas die Verantwortung, erkenne ich an, dass ich zu diesem Zustand etwas beigetragen habe.
Das zieht die logische Konsequenz nach sich, dass ich den Zustand auch verändern kann.

Umgekehrt ausgedrückt: Ich kann nur verändern, wofür ich auch verantwortlich bin.

Und ich gefalle mir absolut nicht in der Rolle des hilflosen Opfers. Ich möchte die Dinge verändern und es ist mir bisher immer gelungen, auf die Umstände meines Lebens Einfluss zu nehmen.

Ich möchte den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung noch einmal am Beispiel meiner Erkrankung erläutern.
Durch meine Beschwerden habe ich erkannt, dass ich dazu eingeladen war, meine Haltung dem Leben gegenüber zu verändern. Nachdem die Erkrankung sehr schwer war, durfte ich viel verändern.

Trotzdem habe ich nichts falsch gemacht. Die Erfahrung zu machen war wichtig für mich und stand offensichtlich auf meinem Lebensplan, denn unter anderem hat sie mir die Kompetenz für meinen heutigen Beruf verschafft, den ich sehr liebe.

Und ja, natürlich kann es am Anfang eines solchen Prozesses schwer und schmerzhaft sein, diese Verantwortung anzuerkennen. Doch es lohnt sich und ist um Vieles aussichtsreicher als hilflos zu warten, bis die Umstände sich von alleine ändern!

Anhand der Art der Beschwerden lässt sich erkennen, zu welcher Art von Veränderung der Betroffene eingeladen ist.

Und aus meiner Sicht lässt sich diese Veränderung auf die Dauer nicht delegieren. Stellt man sich ihr nicht, sind Therapien meist nur kurzfristig wirksam. Auch wenn es verständlich ist, dass man sich gerade dann wenn es einem nicht gut geht, danach sehnt, Verantwortung abzugeben und wie gesagt, ist es in unserer Gesellschaft auch einfach normal geworden.

Neulich hörte ich jemanden sagen: „Eine Chance gebe ich dem Arzt noch.“

Nur so dahin gesagt, dieser Satz und doch so bedeutungsvoll. Derjenige der ihn aussprach übersah völlig, dass er durch seine passive Haltung dabei war, seine eigene  Chance zu verspielen. Er sah den Arzt nicht als Unterstützer, sondern als den allein Verantwortlichen.

Ganz unbewusst, versuchen auch meine Klienten häufig und nahezu ganz automatisch mir ihre Verantwortlichkeiten zuzuschieben, schon beim Erstkontakt.

Zum Beispiel die Trainerin (!) die mir im kostenlosen Kennenlerngespräch unbedingt ein komplettes Entgiftungsprogramm für sie entlocken wollte, weil sie doch kein Coaching bräuchte.
Ausgerechnet eine Trainerin, die von ihren Kunden anständig für ihre Leistung bezahlt werden möchte, weigert sich, die finanzielle Verantwortung für ihre eigenen Probleme in die Hand zu nehmen und übersieht dabei völlig den Zusammenhang mit ihrer Symptomatik.
Seit mehreren Jahrzehnten litt sie an einer schweren Verstopfung, weil sie einfach nicht loslassen konnte.

Oder die Frau, die mir in einem langen Brief, der tatsächlich mit der Post kam, erläuterte, dass sie unbedingt meine Rundum-Betreuung brauchen würde, aber leider keine Möglichkeit hätte, auf Internet zuzugreifen.
Ihr Körper signalisierte ihr schon lange durch die Steifheit sämtlicher Gelenke, dass sie unflexibel geworden war.
Nun wollte sie von mir, dass ich meine sämtlichen Abläufe änderte, ihr jede Zusammenfassung mit der Post schickte und über sechs Monate für sie telefonisch erreichbar sein sollte, weil sie ja nicht mailen konnte.
Hätte ich ihrer Bitte entsprochen, hätte ich als Trainerin einen großen Fehler gemacht, denn ich hätte ihr abgenommen, was für sie der erste wichtige Schritt zu ihrer Heilung gewesen wäre.

Ganz nach Gefühl wäge ich in so einem Fall ab, ob ich das äußern kann. Wenn ich merke, dass ich nur auf absolutes Unverständnis stoßen würde, lasse ich es. Hört derjenige aber zu, kann durchaus noch eine gute Zusammenarbeit entstehen.

Nachdem ich aber weder Wunderpillen verschreibe noch Hände auflege, kann ich niemandem helfen, der nicht bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Da bin ich ganz ehrlich. 

Ich kann für meine Klienten ihre Symptome genau deuten und eine konkrete Schritt für Schritt Strategie erstellen, wie sie ihre Situation praktisch verändern können. Bei der Umsetzung kann ich für sie da sein und sie immer wieder an der Hand nehmen und motivieren. Gehen müssen sie den Weg selbst.

Dafür gehen sie dann aber auch gestärkt aus dem Prozess hervor, gewinnen enorm an Selbstwert und profitieren von einem nachhaltigen Erfolg durch eine echte Erweiterung ihrer Persönlichkeit und ihrer Verhaltensmuster.

Ich kann aus meiner tiefsten Überzeugung nur immer wieder dazu einladen, wirklich Verantwortung für den eigenen Gesundheitszustand zu übernehmen, denn es lohnt sich wirklich.
Es erscheint nur am Anfang schwer, später wirst du es lieben und du wirst nie wieder Angst haben müssen, weil du wissen wirst, dass du alles schaffen kannst.

Auf dieser Seite kannst du gerne ein Impulsgespräch mit mir oder ein kostenloses Kennenlerngespräch mit meiner Assistentin Ursula Winkler vereinbaren um zu erfahren, wie meine Herangehensweise an deine  Problematik wäre.

 

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4 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. von Ursula Winkler

    Vielen lieben Dank für den tollen Blog :-), ich kann Alexandra hier in vollem Umfang nur zustimmen. Ich hatte auf sämtlichen Beziehungsebenen gelernt die Verantwortung zu übernehmen. Nach dem ich das doch immer gut hinbekommen habe, ging es auf die nächste Ebenen die „körperliche“. Huch ich fühlte mich wie „ja daran kann ich nicht ändern“. Alexandra zeigte mir sanft, dass es hier genau wie in den Beziehungen da draußen, um die Beziehung zu mir und meinem Körper ging. Ich übernahm nun auch hier Stück für Stück die Verantwortung und so konnte sich mein Gesundheitszustand ändern, an dem ich na ja vielleicht auch eher die anderen zuvor 4 Jahre lang erfolglos rumdocktereten ;-). Danke liebe Alexandra <3 und euch allen die bereit sind sich diesem Blog zu öffnen und bereits sind die Verantwortung für Ihr Leben und somit auch für Ihre Gesundheit zu übernehmen von Herzen viel Erfolg :-*

    • von Alexandra Stross

      🙂 Liebe Ursula, herzlichen Dank für dieses super liebe Feedback. Jeder hat so seine Bereiche wo er es schon kann und diejenigen, wo´s schwerer ist. Das muss man erst mal erkennen, weil wir gelernt haben uns genau auf das zu konzentrieren, was nicht funktioniert. Im Endeffekt braucht man dann nur übertragen, was man anderswo eh schon blendend kann und das hast du ganz super gemacht!!!! Es lohnt sich jedenfalls immer und so schwer wie es am Anfang ausschaut ist es oft gar nicht.

  2. von Dagmar Jännert

    Danke Alexandra. für diesen Artikel, für Deine Bücher und Deine Kurse. kennst Du Robert Betz, er war der erste der mir den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung erklärt hat. ich wünsche Dir für das Jahr 2017 nur das allerbeste😃

    • von Ursula Winkler

      Liebe Dagmar, vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ja, ich kenne Robert Betz ;-). Es gibt viele tolle Lehrer die den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung ganz toll erklären. Und es ist wirklich an der Zeit, dass es noch viel mehr Menschen wissen ;-). Dir auch alles Liebe & Gute für 2017, Ursula Winkler (Assistentin)

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