Wie ich meine Angst besiegte und wie auch du das schaffst

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Untersuchungen zufolge leidet mindestens jeder vierte Mensch unter Ängsten. Das reicht von ganz leichten Beeinträchtigungen bis hin zu schweren Panikstörungen, die ein normales Leben fast unmöglich machen.

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Die Betroffenen können meist nichts dagegen tun. Wird der Auslöser wahrgenommen, übernimmt die Angst die Kontrolle im System.

Aus der Neurowissenschaft weiß man, dass wenn eine Reaktion als Antwort auf einen Schlüsselreiz öfter abläuft, sich sogenannte neuronale Pfade ausbilden. Die entsprechenden Nervenzellen haben sich untereinander verbunden und je öfter die Verbindungsstelle genutzt wird, umso besser funktioniert sie. Es bildet sich eine richtige Datenautobahn, die Übertragung erfolgt hier schneller als zwischen anderen Nervenzellen und die Reaktion automatisiert sich. Schließlich erfolgt sie auch als Antwort auf weitere Schlüsselreize, nicht mehr nur auf den ursprünglichen.

Bei den meisten Menschen, die länger unter einer Phobie leiden und nicht den richtigen Weg finden, etwas dagegen zu unternehmen, verschlimmert sich der Zustand im Laufe der Zeit. Sie fürchten sich immer häufiger, stärker und in immer mehr Situationen. Die Angst ist zu einem Verhaltensmuster geworden, sie wurde erlernt.

Will man sie dagegen loswerden, gilt es, andere neuronale Pfade auszubilden, die genauso schnell schalten. Das heißt, erwünschte Reaktionsmuster zu erlernen und durch konsequentes Einüben zu verankern, bis sie stärker sind als die Angst. Dauerhaft ist dies die einzige Methode, die wirklich zum Erfolg führt.

Doch wie kannst du es schaffen, die Angst durch ein anderes Verhalten zu ersetzen?

Ich selbst habe mich mit dem Thema Angst nicht nur theoretisch beschäftigt. Im Zusammenhang mit meiner 13 Jahre dauernden Herzerkrankung, habe ich sie sehr gut persönlich kennen gelernt. Es hat lange gedauert, bis ich gelernt habe, mit ihr umzugehen, aber schließlich habe ich es geschafft.

Nie werde ich vergessen, wie ich damals da lag, zum wahrscheinlich 100 000. Mal mit diesen unbeschreiblichen Herzrhythmusstörungen und der damit verbundenen Panik, die ich schon so gut kannte und mit der ich immer noch nicht umgehen konnte. Immer und immer wieder drohte sie mich einfach umzubringen und ich hatte ihr nichts mehr entgegen zu setzen.

Ich wollte sterben weil ich dieses Leben nicht mehr wollte. Es war so ungerecht, dass ich mich so unglaublich anstrengte und nichts aber auch gar nichts sich veränderte.

Heute weiß ich längst, dass ich damals nicht ein einziges Mal meine eingefahrene Spur verließ. Ich probierte im Grunde immer das Gleiche, auf meine ureigene verbissene Art und wurde nur immer noch verbissener, anstatt endlich nachzugeben.

Doch an diesem Tag ging nichts mehr. Ich musste mich ergeben. Selbst das letzte bisschen Kampfgeist war mir verloren gegangen, ich war am Ende meiner Kräfte.

Ich ergab mich der Angst und bat sie, mich umzubringen.

Das war der Beginn meines neuen Lebens.

Ich entspannte mich und alles war anders. Die Angst ging einfach weg und ließ mich fassungslos zurück.

Ich hatte sie besiegt indem ich den Kampf niedergelegt hatte.

Diese Erfahrung prägte mich nachhaltig. Ich verließ zum ersten Mal meine Panikattacke nicht mit dem Gedanken: „Hoffentlich passiert mir das nie wieder“, sondern ich dachte mir:

„Wow, war das cool. Ich bin gespannt, ob das beim nächsten Mal wieder funktioniert.“

Und ich wartete auf meine nächste Attacke, die so lange auf sich warten ließ, wie keine davor.

Die Situation hatte sich völlig entspannt. Da gab es auf einmal kein „Bloß nicht“ mehr, ich konnte der Angst ins Auge schauen.

Ich erkannte plötzlich, dass ich die ganzen Jahre davor in die immer gleiche Falle getappt war.

Ich wollte die Angst loswerden, sie nie wieder fühlen und erklärte mir selbst und ihr damit immer wieder, wie sehr ich mich doch fürchtete. Ich machte mich klein mit dieser Haltung, traute mir nicht zu, selbst Einfluss nehmen zu können.

Wenn auch du unter Ängsten leidest, möchte ich dich einladen, auch einmal auf ganz neue Art damit umzugehen.

Wenn etwas in deinem Leben ist, was du dir so nicht ausgesucht hast, dann steht es ganz offensichtlich auf deinem Stundenplan, den Umgang damit zu erlernen. Flucht ist zwecklos. Je eher du lernst, was es zu lernen gibt, umso eher wird die Angst aufhören, dich zu verfolgen. Ihr Auftrag ist dann erfüllt.

Wenn du dir schwer tust, hintr deinen Ängsten zu verstehen oder du eine konkrete Strategie brauchst, um umzusetzen was er dir sagt kannst du auf dieser Seite gerne ein Impulsgespräch mit mir oder ein kostenloses Kennenlerngespräch mit meiner Assistentin Ursula Winkler vereinbaren um zu erfahren, wie meine Herangehensweise an deine  Problematik wäre.

 

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5 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Liebe Alexandra,
    vielen Dank für das Teilen Deiner wunderbaren Erfahrung. Auch wenn ich diesen Zustand nicht kenne, glaube ich wohl, dass Angst sich in vielfältiger Form zeigt und wenn auch nicht so drastisch, das Thema Loslassen sicher auch bei „verteckten Ängsten“, damit meine ich, alles, wo Menschen nicht bereit sind Veränderungen einzuleiten, obwohl ihnen Verhaltensweisen, Menschen, Situationen usw. nicht guttun eine Rolle spielt. Ich werde Dich auf jeden Fall an eine Freundin weiterempfehlen, die sicher gut bei Dir aufgehoben ist.
    Herzlichen Gruß Liane

    • Liebe Liane, da hast du absolut recht. Widerstände aufzugeben tut nicht nur im Zusammenhang mit Ängsten gut, sondern ist immer heilsam.
      Herzlichen Dank für dein Feedback und deine Empfehlung! Alles Liebe, Alexandra

  2. was soll ich sagen… ich liebe deine Beiträge 🙂
    Stefanie

  3. nein, dass sind sie wirklich nicht 🙂
    xxx Stefanie

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