Wie kannst du dir in Gesundheitsdingen selber helfen? Die 7 wichtigsten Punkte

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Bei mir fing es mit 19 an. Auf einmal hörte mein Herz auf, normal zu schlagen. Es stolperte, setzte aus und raste fast den ganzen Tag mit einem Pulsschlag von über 200 dahin.
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Natürlich machte mir das unglaubliche Angst. Ich reagierte mit Durchfällen und bekam eine chronische Darmentzündung.
Ich rannte von Arzt zu Arzt, schluckte alle Arten von Medikamenten, ließ mich sogar operieren.
Jede Maßnahme die ich ergriff wirkte wenige Wochen, dann war der alte Zustand wieder da. Manchmal verschlimmerte er sich sogar.

Es dauerte 13 Jahre, bis sich etwas veränderte, oder besser gesagt, bis ich etwas veränderte.

Eine Freundin meiner Mutter empfahl mir eine Heilerin. Du weißt schon, so eine wirklich unseriöse Frau, die den Menschen die Hände auflegte und dabei komische Dinge vor sich hinmurmelte.
So stellte ich es mir zumindest vor. Schließlich war ich Tierärztin, vertraute auf die Medizin und eben auf Dinge, die man erklären konnte.
Meine Verzweiflung war trotzdem so groß und ich hatte schon so Vieles erfolglos probiert, dass ich mir dachte:

„Gut, mache ich das halt auch noch.“

Es war im Februar 2004 als ich um fünf Uhr morgens in mein Auto stieg und die 350 Kilometer zu dieser Frau fuhr. Ich war wirklich aufgeregt.
Als ich sie sah, fühlte ich mich sofort geborgen, sie war so warm, offen und fröhlich.
Und sie sagte und machte überhaupt nichts, was mir irgendwie komisch vorkam. Alles war sehr stimmig für mich, auch wenn es sich eklatant von dem unterschied, was mir meine Ärzte bisher gesagt hatten.

Weil sie natürlich davon ausging dass meine Beschwerden mit meinen Lebensumständen zu tun hatten, fragte sie mich, was ich in meinem Leben verändern wollte und ich begann, ihr so Einiges aufzuzählen.
Das Verhältnis zu meinen Eltern sollte sich verbessern, sie sollten mich endlich mehr unterstützen. Mein Mann hatte zu wenig Zeit für mich und meine Chefin überforderte mich.

Meine neue Heilerin lachte und erklärte mir, dass Leid nicht von außen kommt, sondern von innen.

Leidensdruck bedeutet, dass etwas verändert werden sollte und der Leidensdruck war ganz eindeutig auf meiner Seite. Nicht meine Chefin, mein Mann und meine Eltern litten, sondern ich.
ICH musste etwas ändern.

Puh, das war hart für mich und völlig neu. Aber sie konnte gut erklären und hatte auf alle meine Fragen eine plausible Antwort.

„Heißt das, ich bin selber schuld an meiner Krankheit?“ fragte ich.

Es gibt keine Schuld, aber was du tust, hat Konsequenzen. Du entscheidest.
Du hast entschieden, dass du einen größeren Leidensdruck brauchtest um bereit zu sein, etwas zu verändern, weil du stark bist und leichten Druck gut aushalten kannst.
Warum gefällst du dir in der Rolle des Opfers? Wenn du anerkennst, dass du dich in diese Situation gebracht hast, erkennst du auch, dass du dich wieder herausholen kannst. Ist das nicht wunderbar? Ist das nicht viel besser, als zu warten, bis jemand anderer dich herausholt?“

Für mich war das ziemlich viel auf einmal. Erst nach und nach offenbarte sich mir später, was mir hier eigentlich vermittelt wurde. Jedenfalls hatte ich so viel verstanden, dass sie nicht der Meinung war, dass ich ein hilfloses Opfer sei.
Zwar gefiel mir der Gedanke nicht besonders, dass ich mir meine missliche Lage selber eingebrockt haben sollte, aber die neue Perspektive mir selbst helfen zu können, erschien mir sehr verlockend. Außerdem war ich erleichtert, dass diese Frau mich nicht wie meine Psychotherapeutin mit den Gefühlen meiner Kindheit in Kontakt bringen wollte. Sie schien sich überhaupt nicht besonders dafür zu interessieren, wie es dazu gekommen war, dass es mir so ging. Sie wollte einfach nur, dass ich es akzeptierte und mir anschaute, was ich daraus lernen konnte.

Sie erstellte mir einen Plan, gab mir unzählige Übungen anhand deren ich lernen konnte, mit bestimmten Situationen meines Alltags ganz anders umzugehen.
Sie gab mir Werkzeuge an die Hand, die ich praktisch einsetzen konnte und ich konnte dabei Erfolge verzeichnen.

Das veränderte alles.

Ich bekam meinen Selbstwert zurück und fühlte mich nicht mehr ausgeliefert. Ich konnte etwas tun. Früher hatte ich immer nur hoffnungsvoll oder ängstlich, je nachdem, auf die nächste Therapie gewartet und dann beobachtet was sich tat.
Heute bin ich überzeugt, dass ich mit meiner ständigen Selbstbeobachtung die Beschwerden nur verstärkte.

Was diese Frau für mich getan hat, ist unermesslich. Sie hat mein gesamtes Leben verändert. Nach und nach, obwohl sie selbst gar nicht viel getan hat. Sie hat mich nur begleitet und geführt, mich selbst aus der Opferhaltung in meine Aktivität, meinen Selbstwert und meine Kraft zurückgeführt.
Ganz ohne Zauberei, teure Mittelchen und Abhängigkeiten.

Was sie mir gegeben hat, gebe ich seit 10 Jahren weiter. Ich gebe Menschen, die das wollen ihre Macht zurück. Mit auf sie zugeschnittenen Strategien.

Hier sind die wichtigsten Punkte, die du beachten musst.

  • Eigenverantwortung und Aktivität.
    Gib die Macht über dein Leben nicht mehr an andere ab. Wenn du leidest, liegt es an dir, etwas zu tun.
  • Höre auf deine innere Stimme
    Dein Gefühl gibt dir bei allem was du tust, sofort Feedback. Fühlst du dich gut, dann mach weiter, ansonsten, lass es bleiben.
  • Suche nach dem Zweck.
    Frage dich in schwierigen Situationen: Was ist hier die Chance?
    Was kann ich daraus lernen?
    Und dann öffne dich für die Antworten
  • Beginne im Kleinen etwas zu verändern
    Dein Leid bedeutet, dass du etwas verändern musst, aber du kannst hier nicht mit den ganz großen Dingen beginnen. Starte zunächst in ganz kleinen Alltagssituationen damit, deine Muster zu durchbrechen. Da wo es dir nicht so schwerfällt. Die Erfolgserlebnisse stärken dich dann für die größeren Vorhaben.
  • Formuliere dir ein konkretes Ziel. Konzentriere dich auf das, wo du hinwillst und nicht auf das, von dem du weg willst. Was willst du erreichen?
    Mit einem Ziel vor Augen hast du einen Anhaltspunkt nach dem du dich richten kannst. Bei allem was du tust, frage dich: „Nähere ich mich dadurch meinem Ziel?“
    Wenn nicht, lass es!
  • Bleibe dran.
    Veränderung braucht Zeit. Du wirst auch mit Hindernissen und Rückschlägen zu kämpfen haben. Das ist völlig normal. Nimm es zur Kenntnis, lerne daraus und gehe weiter.
  • Verbünde dich mit deinem Körper.
    Auch wenn dein Körper im Moment Dinge tut, die du nicht verstehst, vertraue ihm. Wenn du ihn verurteilst, ständig schimpfst, womöglich sogar hasst, kannst du nicht gesund werden.
    Wende dich ihm liebevoll zu und unterstütze ihn nach Kräften.

Aus meiner eigenen Erfahrung und zehn Jahren Arbeit mit Klienten weiß ich, dass alles möglich ist, wenn man darauf vertraut.

Du kannst es schaffen.

Unter diesem Link findest du ein komplettes Strategieprogramm, das du von zu Hause aus machen kannst.

https://alexandrastross.com/hoer-auf-krank-zu-sein-die-30-tage-challenge/

 

Und wenn du mit uns zusammen an deiner Gesundheit basteln möchtest, kannst du auf dieser Seite gerne ein Impulsgespräch mit mir  oder ein kostenloses Kennenlerngespräch mit meiner Assistentin Ursula Winkler vereinbaren um zu erfahren, wie meine Herangehensweise an deine  Problematik ist.

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8 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Wow. Alexandra. Ich danke dir für diesen wundervollen Artikel. Das „Geschenk“ das du bekommen hast durch diese Frau ist unermesslich. Das Beste daran aber ist, das du es nehmen konntest. Das du bereit warst! Und nun gibst du es weiter: auf deine Art! Ich fühle mich wirklich sehr bereichert durch dich und deine Arbeit und bin sehr dankbar für unsere „Freundschaft“. Mein Weg war auf eine ganz andere Art sehr ähnlich zu deinem. Zumindest was die Ergebnisse, Erkenntnisse oder wie „wir“ sagen Perlen angeht 🙂 Wir können und müssen Gebrauch von unserer Eigenverantwortung machen! Und wie du sagst es ist nicht unsere Schuld, doch wir treffen die Wahl, mit welcher Perspektive wir auf unsere Erfahrungen schauen! Doch das wichtigste ist: Es gibt uns unsere Handlungsfähigkeit zurück. Alles Liebe Stefanie

  2. Liebe Alexandra,
    Wow, herzlichen Dank, was für ein toller Weg, schön, dass du ihn teilst und vor allem weiter gibst.
    Du sprichst mir aus dem Herzen, irgendwann saß ich in einer Therapiestunde und sagte zu meiner Therapeutin „…ja, aber es ist ja nur ein Gefühl!“ Ich erinnere mich heute noch an ihren entsetzten Blick:“Was heißt da NUR!… Es ist ein Gefühl und das REICHT!“ Das war bahnbrechend ….;)
    Alles Liebe, Katharina

  3. Liebe Alexandra
    Dein Artikel hat mich sehr berührt. Die Fähigkeit auf seinen Körper zu hören und auch nach dem Bauchgefühl zu handeln wurde und wird uns bewußt abtrainiert. Es ist aber eine schöne Tatsache das immer mehr Menschen dieser Tretmühle entfliehen.
    Der Kopf ist deswegen rund, damit die Gedanken die Richtung leichter ändernkönnen. Man muß es nicht nur wollen sondern auch T U N .

  4. Liebe Alexandra,
    die Eigenverantwortung für Dinge, die uns missfallen zu übernehmen gehört wahrscheinlich zu den schwierigsten Aufgaben, denen wir uns auf unserem Lebensweg zu stellen haben.
    Ich finde deine Arbeit, Menschen genau dabei zu unterstützen, extrem wertvoll.
    Allein deine Worte zu lesen gibt Kraft und Mut, danke dafür und ich hoffe, dass möglichst viele Menschen den Weg zu dir finden.
    Alles Liebe
    Birgit

    • Liebe Birgit,
      herzlichen Dank für deine Worte.
      Ja, das stimmt, das Ding mit der Eigenverantwortung ist nicht immer leicht, vor allem weil wir die Opferhaltung richtiggehend gelernt haben. Sie ist einfach sehr stark verbreitet.
      Auszusteigen ist am Anfang anstrengend aber mit jedem kleinen Schritt wird es immer leichter.
      Aber wem sage ich das. Du weißt es ganz genau und auch ich bin ein Fan deiner Arbeit, denn die Art zu kommunizieren zu verbessern ist eine Maßnahme die für alle Lebensbereiche wichtig ist und auch im Gesundheitsbereich zu Verbesserungen führt.
      Alles Liebe, Alexandra

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