Welche Nahrungsergänzungsmittel machen wirklich Sinn?

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Wer seinem Körper in diesen Zeiten Gutes tun will, schluckt Nahrungsergänzungsmittel. Gerade jetzt im Winter wähnt man sich ja gerne gut versorgt. Außerdem weiß man, dass in unseren Nahrungsmitteln bei weitem nicht mehr so viele Nährstoffe enthalten sind, wie das früher einmal war. So muss man ja fast zu Kapseln greifen, oder etwa nicht?
Und ist es, gerade wenn sich Symptome zeigen, nicht die beste und natürlichste Form nach Abhilfe zu suchen, zunächst mal eventuell vorhandene Mängel zu beseitigen?

 

Weil ich in den Gesprächen immer wieder merke, dass es fast schon so etwas wie eine Sehnsucht danach gibt, etwas einzunehmen und so auf sehr einfache Art das Gefühl zu bekommen, etwas für sich getan zu haben, ist es mir ein Anliegen, diesbezüglich ein paar Gedankenanstöße zu geben. In meiner Facebookgruppe,  in der die Leser meiner Bücher alle ihre Fragen beantwortet bekommen, kann ich selbst in der Regel gar nicht so schnell reagieren, wie sich, nachdem ein Mitglied kurz seine Symptome beschrieben hat und um Tipps bittet, sofort jemand findet, der darunter schreibt: „Nimm Magnesium“, „Das ist ein Eisenmangel, hol dir Kapseln aus der Apotheke“ oder so etwas in der Art. Offensichtlich muss man also gar kein Gesundheitsexperte sein, um derartige Ratschläge geben zu können. Ganz ehrlich, ich sehe es ein wenig anders.

Nahrungsergänzungsmittel jeglicher Form, Vitamin- und Mineralstofftabletten werden oft rein nach Verdacht eingenommen

oder deshalb, weil sie der Nachbarin oder der Mutter der Freundin so guttun. Ohne jedes Wissen über deren Wirkungsweise und ohne Kenntnis darüber, wie der genaue Versorgungszustand des eigenen Körpers eigentlich ausschaut. Frei nach dem Motto: „Wenn es nicht hilft, schadet es nicht“, was so leider oft nicht stimmt. Nachdem alle Stoffe im Organismus sich gegenseitig beeinflussen, kann es durch die Einnahme größerer Mengen isolierter Substanzen sehr wohl zu unerwünschten Auswirkungen kommen. So kann zum Beispiel Vitamin C zu Kupfermangel führen oder aber zu einem starken Anstieg des Eisenspiegels, während Vitamin D zwar das Calcium stabilisiert, jedoch ein Kaliumdefizit auslösen kann.

Ich finde, dass man sehr viel sorgfältiger abwägen sollte, was man schluckt und empfehle Präparate nur nach Testung am Körper oder aber, wenn durch zuverlässige Verfahren ein Mangelzustand festgestellt wurde, in keinem Fall aber dauerhaft. Jede längerfristige Gabe eines oder mehrerer Stoffe führt aus meiner Sicht zu einem Verlust der Wirksamkeit und einer Schwächung der körpereigenen Regulationsmechanismen.

Ist eine Symptomatik vorhanden und bildet den Grund für die Einnahme, stellt das bisweilen den Versuch dar, die Beschwerden schnellstmöglich wieder loszuwerden, ohne etwas an der inneren Einstellung oder an diversen Verhaltensmustern zu verändern, was für eine nachhaltige Heilung notwendig wäre. Selbst wenn natürliche Präparate eingenommen werden, unterscheidet sich diese Herangehensweise aus meiner Sicht nur unwesentlich von der Haltung der Schulmedizin. Alles, was krankgemacht hat, kann gleichbleiben, wenn man nur die passende Kapsel schluckt. Leider funktioniert das oft nicht oder führt nur zu einer vorübergehenden Verbesserung, weil der Zweck der Symptome nicht erfüllt wird, nämlich die eingefahrene Spur zu verlassen und neue Wege einzuschlagen. Selbst wenn nachgewiesen ist, dass ein diagnostizierter Mangel an bestimmten Stoffen vorliegt, kann eine Substitution schnelle Hilfe gewähren, dauerhaft gilt es aber auch hier, die ganzheitliche Bedeutung zu finden und Veränderungen umzusetzen, damit sich der Organismus früher oder später wieder selbst regulieren kann und es nicht mehr notwendig ist, irgendetwas zu schlucken.

Wie bei allen anderen Zeichen, die der Körper sendet, steckt auch bei Mangelerscheinungen eine Botschaft dahinter.

Oder, wenn man so will, eine Einladung, auf ein bestimmtes Thema hinzuschauen und eine Veränderung einzuleiten, damit die Beschwerden gehen können.
Ein Ungleichgewicht, das auf der geistig-seelischen Ebene entstanden ist, spiegelt sich auf der materiellen Ebene, kann aber nicht unbedingt auf dieser behoben werden, zumindest nicht ausschließlich.
So zeigen die vielen Mangelerscheinungen, ebenso wie die Tatsache, dass es schwierig zu sein scheint, über „normale“ Ernährung den gesamten Bedarf decken zu können, das generelle Mangelgefühl in unserer Gesellschaft. Fast keiner hat mehr das Gefühl, wirklich von allem, was er braucht, genug zu haben. Stattdessen ist da die große Angst, zu kurz zu kommen und sich alles mühsam erkämpfen zu müssen. Es wäre also wichtig, wieder Vertrauen ins Leben  und in sich selbst aufzubauen, am besten sogar schon bevor körperliche Mängel auftreten.
Manchmal entstehen Defizite auch aufgrund von Resorptionsstörungen im Magen-Darm-Trakt, was einen Hinweis darauf geben könnte, dass der Betroffene im übertragenen Sinn nicht mehr weiß, was gut für ihn ist. So dass er vielleicht zu viel von dem tut, was ihm schadet und dafür zu wenig von dem, was er bräuchte. Kein Wunder also, dass sein Organismus ihn daran erinnert.

Natürlich macht es auch Sinn, auf der materiellen Ebene zu unterstützen.

Es gibt jedoch Maßnahmen, die ich persönlich ergreifen würde, bevor ich etwas einnehme. Abgesehen davon, wäre ich mir gar nicht so sicher, dass über diverse Präparate der Bedarf überhaupt wirklich zu decken ist, auch wenn diejenigen, die sie verkaufen wollen, das natürlich so darstellen. Man weiß seit langem, dass isolierte Wirkstoffe nicht einmal einen Bruchteil der Wirksamkeit aufweisen, die eine Gesamtkomposition direkt aus der Pflanze hat. Das gilt sogar für Substanzen natürlicher Herkunft, von den chemisch hergestellten ganz zu schweigen.
Wo kann man also hinschauen, bevor man zur Kapsel greift? Sehr oft mangelt es zum Beispiel an einer gesunden Darmflora. Das wirkt sich insofern aus, weil die guten Bakterien, die normalerweise den Darm besiedeln sollten, nicht nur selbst wertvolle Stoffe synthetisieren, sondern auch bei der Verdauung unterstützen und so die Aufnahme fördern.
In diesem Artikel kannst du mehr über Keime lesen und was du tun kannst, um eine gesunde Besiedlung zu fördern.
Auch den Darm generell einmal zu reinigen ist sehr wertvoll, da die Schleimhaut oft mit uraltem Dreck verkrustet ist, unter dem es leicht zu latenten chronischen Entzündungen, sowie zur Ansiedlung von Fäulniskeimen, Pilzen und womöglich sogar Parasiten kommen kann.

Und selbstverständlich ist es wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten.

Damit meine ich eine naturnahe, regionale und saisonale Ernährung, mit möglichst vielen Wildpflanzen. Im Winter ist das zugegebenermaßen sehr schwierig, wer jedoch die Vegetationszeit ausgiebig für sich nützt, kommt auch gut über die kalten Monate.
Parallel dazu sollte man Giftstoffe bestmöglich meiden, wie sie zum Beispiel in industriell gefertigter Nahrung, Genussmitteln oder auch Kosmetikartikeln enthalten sind, denn sie binden sehr viele Stoffe an sich, die der Organismus anderweitig einsetzen könnte und erhöhen eklatant den Nährstoffbedarf. In diesem Artikel erfährst du, wie du die tägliche Giftflut bedeutend reduzieren kannst.
Auch ein entgleister Säure-Basen-Haushalt, aufgrund von Stress und der Aufnahme großer Mengen an Säurebildnern, wirkt als Mineralstoffräuber. Bereits eine Reduktion von Zucker und tierischem Eiweiß wirkt sich hier ausgleichend aus und zusätzlich kannst du über so einfache Methoden, wie zum Beispiel das basische Baden deinen Körper entlasten.

Nicht zuletzt werde ich nicht müde zu erwähnen, dass es in der Heilung in erster Linie darum geht, eingefahrene Muster zu erkennen und zu durchbrechen.

Der erste Impuls ist oft nicht der heilsamste, sondern der bequemste.

Auch im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln empfiehlt es sich sicher, nicht einfach zur nächstbesten Kapsel zu greifen, sondern stattdessen ein Stückchen weiter zu denken.

Gerade bin ich dabei, über dieses schwierige Thema, was dein Körper tatsächlich braucht und wie du ihm das am einfachsten zuführen kannst, ein Buch zu schreiben, das aller Voraussicht nach unter dem Titel „Gib deinem Körper, was er braucht“, im nächsten Jahr erscheinen wird.

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2 Kommentare Schreib einen Kommentar

  1. Danke für den interessanten Artikel!
    Ich freu mich schon sehr auf das neue Buch!!!!!!!!!!!!!!!!
    Herzlichst, Sandra

    • von Alexandra Stross

      Danke fürs Lesen und die Wertschätzung. Ich freu mich auch sehr auf das neue Buch, es macht riesig Spaß, es zu schreiben.
      Alles Liebe für dich!!! Herzlich, Alexandra

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